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Die Pfarrei Garching gehört zum Pfarrverband Garching - Engelsberg und zum Dekanat Baumburg in der Seelsorgeregion Süd der Erzdiözese München und Freising.

Geschichtliches

Das Dekanat Baumburg in seiner heutigen Form ist kein historisch gewachsenes Gebilde, sondern entstand erst durch die Dekanatsneugliederung der Erzdiözese München und Freising zum 01.01.1973, die im Nachvollzug der staatlichen Gebietsreform erfolgte.
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte das Pfarrverbandsgebiet, ebenso wie das gesamte heutige Diözesangebiet östlich des Inns zum Bistum Salzburg.
Die Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts löste dann ungeheure Veränderungen aus: Kirchliche Besitztümer wurden enteignet, Klöster aufgehoben, die Landesgrenze von der Alz an die Salzach verlegt und bestehende kirchliche Strukturen aufgelöst.
Mit dem darauffolgenden Konkordat zwischen dem Hl. Stuhl und Bayern von 1817 wurde auch eine neue Kirchenorganisation geschaffen. Das Bistum Freising erhielt zwischen 1808 und 1816 große Gebietszuwächse von Salzburg und Chiemsee her, der Bischofsstuhl wurde von Freising nach München verlegt und die Erzdiözese München und Freising neu errichtet.

Pfarrei Garching St. Nikolaus

Garching war bis ins 19. Jahrhundert eine Filiale von Engelsberg. Im November 1875 wurden sämtliche, zum Expositurbezirk Garching gehörenden Ortschaften vom Pfarrbezirk Engelsberg abgetrennt und zu einer selbständigen Pfarrei erhoben. Die Pfarrkirche St. Nikolaus wurde 1872 erbaut und am 21.09.1876 konsekriert.
Garching wird zuerst erwähnt in den "breves notitiae" (kurze Nachrichten) über die Güter des Domes zu Salzburg, die um das Jahr 800 zusammengestellt wurden (Mayer/Westermayer Bd.II, S 681 ff).
Ferdinand Marquard Graf von Wartenberg stiftete 1728 zu Garching dann ein Benefizium. Diese Pfründe wurde dann ursprünglich durch einen in Engelsberg wohnenden Priester "excurrende" versehen.

Pfarrkuratie Garching Herz-Jesu

Die Kuratie mit der Kuratiekirche vom Hl. Herzen Jesu existierte seit 1925 für den Bereich der Siedlung Garching.
1959 wurde von dem Münchner Architekten Georg Berlinger die Herz-Jesu-Kirche neu gebaut und durch Joseph Kardinal Wendel am 12. Juli 1959 geweiht.

Pfarrei Engelsberg

Nach Mayer/Westermayer wird Engelberg urkundlich bereits im 10. Jahrhundert erwähnt (Bd. II, S. 675 ff). Graf Orendil überließ um das Jahr 927 dem Erzbischof Adalbert von Salzburg sein Besitztum in der Ortschaft Engilmuntesperge (Burg des Egilmunt), wofür er andere Liegenschaften zu Salzburg empfing. Der erste Pfarrer wird um 1160 in Baumburger Urkunden erwähnt: Engilbertus Plebanus de Engelmuntesperge.
Die Pfarrkirche wurde um ca. 1460 erbaut und 1463 konsekriert (vgl.Hartig, 1936).
Nach Mayer/Westermayer waren vermutlich die Ritter von Törring und Tißling die Erbauer. Sie übten noch bis ins 17. Jahrhundert die Schlüsselgewalt über die Pfarrkirche aus und zwar oft so, daß sie nur gegen Geld und Geschenke die Kirche für die neu installierten Pfarrer aufsperren wollten. Diese Praktiken hatten durch eine Verwarnung des Erzbistums Salzburg vom 04.09.1607 dann ein Ende.

Filialkirche Bennoberg

Die Filialkirche Bennoberg, ca. 5 km vom Pfarrsitz entfernt, wurde ebenfalls um 1470 erbaut. Bennoberg (mons Benedicti) war vermutlich eine Besetzung des Klosters Baumburg. Es gehörte zu den ursprünglichen Mönchszellen des Landes und reicht zurück in die Zeit, als Baumburg noch von Benediktinern besetzt war (Mayer/Westermayer Bd.II, 1880, S 679).

Filialkirche Maisenberg

Die Filialkirche Maisenberg, ca. 4,5 km vom Pfarrsitz entfernt, wurde ungefähr zur selben Zeit erbaut. Maisenberg war im Mittelalter ein Edelsitz, dessen Bewohner wahrscheinlich Magistralen des Markgrafen von Kraiburg waren.

Filialkirche Schnabling

Die Filialkirche von Schnabling ist ca. 2 km vom Pfarrsitz entfernt und die kleinste der drei Filialen. Laut Hartig wurde sie etwa um 1520 erbaut.


Der Text wurde aus der Beschreibung des Pfarrverbandes Garching - Engelsberg entnommen. Herausgegeben von der Pastoralen Planungsstelle - Erzbischöfliches Ordinariat München
Quellen:
Mayer/Westermayer: Statistische Beschreibung des Erzbistums München und Freising, Bd. II, Regensburg 1880
Prälat Dr. M. Hartig: Beschreibung des Erzbistums, unveröffentl. Manuskript, München 1936